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Ausbildung & Nachwuchs

Internationale Auszubildende: Nachwuchs für das Bauhauptgewerbe sichern

Wenn deutsche Bewerber fehlen, können Azubis aus dem Ausland eine echte Chance sein. Voraussetzungen, Ablauf und Erfolgsfaktoren.

Von Andreas Bock29. Oktober 20263 Min. Lesezeit
Internationale Auszubildende: Nachwuchs für das Bauhauptgewerbe sichern
Viele Bauunternehmen bilden gern aus, finden aber keine Bewerber mehr. Ausbildungsplätze bleiben leer, und mit jedem unbesetzten Jahrgang fehlen später Gesellen und Vorarbeiter. Internationale Auszubildende können diese Lücke schließen und werden, gut begleitet, zu besonders loyalen Fachkräften.

Warum Azubis aus dem Ausland?

  • In vielen Ländern gibt es mehr junge Menschen als Ausbildungsmöglichkeiten.
  • Eine deutsche duale Ausbildung genießt international einen sehr guten Ruf.
  • Wer im Betrieb ausgebildet wird, kennt dessen Standards von Anfang an.
  • Die Bindung an den Ausbildungsbetrieb ist oft besonders stark.

Voraussetzungen

Für eine Ausbildung in Deutschland benötigen Bewerber aus Drittstaaten in der Regel einen Ausbildungsvertrag, ausreichende Deutschkenntnisse und ein entsprechendes Visum. Zusätzlich muss der Lebensunterhalt gesichert sein, was bei einer tariflichen Ausbildungsvergütung im Bau häufig gegeben ist.

Ablauf in der Praxis

  1. Bedarf festlegen: Welche Ausbildungsberufe, wie viele Plätze, ab wann?
  2. Auswahl geeigneter Kandidaten in Partnerländern
  3. Sprachvorbereitung bis zum geforderten Niveau
  4. Ausbildungsvertrag und Visumverfahren
  5. Ankunft, Wohnung und Anmeldung in der Berufsschule
  6. Begleitung während der gesamten Ausbildung

Erfolgsfaktoren

Die Berufsschule ist für viele internationale Azubis die größte Hürde, weil Fachtheorie auf Deutsch vermittelt wird. Nachhilfe, ausbildungsbegleitende Hilfen und Lerngruppen helfen enorm. Ebenso wichtig sind ein fester Ausbilder als Ansprechpartner und eine Unterkunft in erreichbarer Nähe.

Perspektive nach der Ausbildung

Nach erfolgreichem Abschluss können Absolventen als Fachkräfte in Deutschland bleiben. Für den Betrieb bedeutet das: ein voll ausgebildeter Geselle, der das Unternehmen kennt und dort Wurzeln geschlagen hat.

Fazit

Internationale Auszubildende sind keine Notlösung, sondern eine planbare Investition in die Zukunft. Mit guter Auswahl, Sprachvorbereitung und Begleitung entstehen die Fachkräfte und Führungskräfte von morgen.
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